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Die Tuba, das größte und tiefste Blechblasinstrument, hat eine faszinierende Geschichte und Bedeutung in der Musikwelt. Hier sind 10 interessante Fakten über die Tuba, mit besonderem Fokus auf Deutschland und Europa:

Inhaltsverzeichnis

Die Tuba wurde am 12. September 1835 in Deutschland erfunden (Yamaha)

Der deutsche Militärkapellmeister Wilhelm Wieprecht und der Musikinstrumentenerfinder Johann Moritz waren die Schöpfer der Basstuba. An diesem Tag reichte Moritz den Patentantrag für dieses Instrument ein.

Die Tuba wurde zum Instrument des Jahres 2024 in Deutschland gewählt (Deutsche Welle)

Die deutschen Landesmusikräte wählen jährlich ein Instrument aus, um es durch Aktivitäten in Schulen, spezielle Projekte und Konzerte besonders zu fördern. 2024 steht die Tuba im Mittelpunkt.

In Deutschland spielen etwa 14,3 Millionen Menschen ein Instrument (Deutsche Welle)

Die meisten spielen als Amateure in ihrer Freizeit. Obwohl die Tuba nicht zu den beliebtesten Instrumenten gehört, ist sie ein wichtiger Bestandteil vieler Ensembles.

Die älteste Basstuba der Welt befindet sich im Musikinstrumenten-Museum in Berlin (Lange Nacht der Museen Berlin)

Das Museum besitzt ein Instrument aus der Werkstatt von Johann Gottfried Moritz, dem Erfinder der Basstuba. Es ist ein bedeutendes Stück Musikgeschichte.

Eine Tuba wiegt durchschnittlich etwa 14 Kilogramm (Ted’s List)

Dies ist enorm im Vergleich zu anderen Blechblasinstrumenten. In der klassischen Musik müssen die Spieler das Instrument im Sitzen auf ihrem Schoß abstützen.

Die Tuba hat einen Tonumfang von bis zu vier Oktaven (Deutsche Welle)

Obwohl die Tuba als tiefes Instrument bekannt ist, kann sie auch sehr hohe Töne spielen. Diese Vielseitigkeit ist vielen nicht bewusst.

Es gibt verschiedene Tuba-Stile, die in unterschiedlichen Ländern bevorzugt werden (The Orchestra Place)

In Deutschland, Österreich und Russland werden hauptsächlich Drehventil-Tuben bevorzugt. Die Hebel werden mit der rechten Hand gespielt und der Schalltrichter sitzt auf der linken Seite des Spielers.

Ein Anfänger-Tuba kostet etwa 3500-5000 Euro (The Orchestra Place)

Fortgeschrittene und professionelle Tuben können zwischen 5000 und 8000 Euro oder mehr kosten. Dies macht die Tuba zu einem der teureren Orchesterinstrumente.

Die Tuba ersetzte weitgehend das Ophikleid im 19. Jahrhundert (Wikipedia)

Vor der Erfindung der Tuba füllten Instrumente wie das Ophikleid und die Serpent eine ähnliche Rolle in Orchestern. Diese Instrumente verwendeten Klappen ähnlich wie Holzblasinstrumente.

2018 wurde in Kansas City, USA, der Weltrekord für die meisten gleichzeitig spielenden Tuben aufgestellt (Ted’s List)

835 Tubisten spielten gleichzeitig und brachen damit den vorherigen Rekord von 504 Spielern. Solche Ereignisse zeigen die wachsende Popularität und Gemeinschaft rund um die Tuba.

Die Tuba wurde ursprünglich als Ersatz für die Ophikleide entwickelt (Musikhaus Beck)

Die Ophikleide war ein Vorläufer der Tuba, die im frühen 19. Jahrhundert verwendet wurde. Die Tuba wurde entwickelt, um die klanglichen und technischen Einschränkungen der Ophikleide zu überwinden.

Die erste patentierte Tuba wurde 1835 in Berlin hergestellt (Klassik Radio)

Wilhelm Friedrich Wieprecht und Johann Gottfried Moritz erhielten 1835 ein Patent für ihre Basstuba in F mit fünf Ventilen. Dies markierte den Beginn der modernen Tuba-Entwicklung.

Die Tuba hat einen Tonumfang von bis zu vier Oktaven (Deutsche Welle)

Obwohl die Tuba als tiefes Instrument bekannt ist, kann sie auch sehr hohe Töne spielen. Diese Vielseitigkeit ist vielen nicht bewusst und macht die Tuba zu einem äußerst flexiblen Instrument.

Es gibt verschiedene Tuba-Stimmungen, wobei die B-Tuba am häufigsten verwendet wird (Musikhaus Beck)

Die B-Tuba ist in Deutschland am weitesten verbreitet und wird von über 90% der Anfänger gespielt. Es gibt jedoch auch andere Stimmungen wie die F-Tuba, die eine Quinte höher klingt.

Die Tuba ersetzte im Jazz bis etwa 1925 den Kontrabass (Brass Band Erschwil)

In frühen Jazz-Formationen übernahm die Tuba die Bassrolle, bevor sie vom Kontrabass abgelöst wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg erlebte sie im Amateur-Dixieland ein Comeback.

Es gibt eine spezielle Marschversion der Tuba namens Sousaphon (Brass Band Erschwil)

Das Sousaphon wurde von John Philip Sousa für amerikanische Militärkapellen entwickelt. Es hat einen nach vorn gerichteten Schalltrichter und wird hauptsächlich in der Marschmusik eingesetzt.

Die Kontrabasstuba in B hat eine Grundrohrlänge von 580 Zentimetern (Brass Band Erschwil)

Mit allen Ventilschleifen erreicht dieses Instrument sogar eine Gesamtlänge von 966 Zentimetern, was es zum längsten aller Blechblasinstrumente macht.

Es existiert eine noch tiefere Version namens Subkontrabasstuba (Brass Band Erschwil)

Die Subkontrabasstuba in B klingt eine Oktave tiefer als die normale Kontrabasstuba. Ihre tiefsten Töne reichen bereits in den Bereich unterhalb der menschlichen Hörgrenze.

Hochwertige Tuben können zwischen 6.000 und 12.000 Euro kosten (Musikhaus Beck)

Handgefertigte Tuben können sogar bis zu 18.000 Euro oder mehr kosten. F-Tuben sind aufgrund ihrer geringeren Produktionsmenge und der häufig verwendeten 6-Ventil-Bauweise tendenziell teurer als vergleichbare B-Tuben.

Die älteste Basstuba der Welt befindet sich im Musikinstrumenten-Museum in Berlin (Lange Nacht der Museen Berlin)

Dieses historische Instrument stammt aus der Werkstatt von Johann Gottfried Moritz, einem der Erfinder der modernen Tuba. Es ist ein bedeutendes Stück Musikgeschichte und zeigt die frühe Entwicklung dieses Instruments.

Die Tuba wurde ursprünglich als Ersatz für das Ophikleid entwickelt (VAIA)

Das Ophikleid, ein Klappeninstrument aus der Renaissance-Zeit, wurde durch die Tuba abgelöst. Die Tuba bot eine verbesserte Klangqualität und größere Flexibilität in der Tonproduktion.

Eine Tuba kann bis zu 18 Meter Rohrlänge haben (Get Kids Into Music)

Die größten Tuben, die in Bb gestimmt sind, haben etwa 18 Fuß (ca. 5,5 Meter) Rohrlänge. Diese enorme Länge trägt zum tiefen, vollen Klang des Instruments bei.

Der Name „Tuba“ stammt vom lateinischen Wort für „Röhre“ (Ted’s List)

Die Bezeichnung „Tuba“ leitet sich vom lateinischen Wort „tubus“ ab, was „Röhre“ bedeutet. Dies bezieht sich auf die röhrenförmige Struktur des Instruments.

Die Tuba spielt in der Regel nicht-transponierend (Yamaha)

Im Gegensatz zu vielen anderen Blasinstrumenten lesen Tubisten die Noten genau so, wie sie klingen. Dies erleichtert das Komponieren für die Tuba und das Wechseln zwischen verschiedenen Tuba-Typen.

Es gibt spezielle Aufnahme-Tuben mit nach vorne gerichteten Schalltrichtern (Ted’s List)

Für Aufnahmezwecke wurden Tuben mit nach vorne gerichteten Schalltrichtern entwickelt. Diese erleichtern die Tonaufnahme und bieten eine direktere Klangprojektion.

Die Tuba kann eine Technik namens „Flatterzunge“ verwenden (Philharmonia Orchestra)

Tubisten können die Flatterzungen-Technik anwenden, bei der die Zunge während des Spielens gerollt wird. Dies erzeugt einen schnellen, flatternden Klang, der oft in zeitgenössischer klassischer und Jazzmusik verwendet wird.

Das erste Tuba-Konzert wurde erst 1954 komponiert (Classic FM)

Ralph Vaughan Williams schrieb im Alter von 82 Jahren das erste bedeutende Konzert für Tuba. Dieses Werk half dabei, die Tuba als Soloinstrument in der klassischen Musik zu etablieren.

Einige Tuben haben einen Wasserschlüssel zum Entfernen von Kondenswasser (Yamaha)

Auch als Speichelklappe bekannt, ermöglicht dieser kleine Schlüssel den Spielern, schnell Feuchtigkeit zu entfernen, die sich während des Spielens im Instrument ansammelt, um die Klangqualität zu erhalten.

Die Tuba wird in Filmmusik oft verwendet, um große, schwerfällige Charaktere darzustellen (Classic FM)

Komponisten nutzen häufig den tiefen, kraftvollen Klang der Tuba, um musikalisch große oder sich langsam bewegende Charaktere in Filmen darzustellen, wie zum Beispiel Elefanten oder Riesen.

Der tiefste Ton einer Kontrabasstuba liegt bei nur 16,35 Hz (Vienna Symphonic Library)

Diese extrem tiefe Frequenz liegt an der Grenze des menschlichen Hörvermögens. Sie entspricht der musikalischen Note C0, die tiefer ist als jedes andere Orchesterinstrument spielen kann.

Julian ist begeisterter Tubist und inspiriert andere durch kreative Raumgestaltungen, die den perfekten Klang unterstützen.